(Der Inhalt wurde anlässlich der New Wine Church in Lyss am 24.06.2017 gepredigt.)

»Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem

Haus Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit

ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus

Ägyptenland zu führen. (Hebräer 8,8+9)

Denn ich will gnädig sein ihren Missetaten, und ihrer Sünden will ich nicht mehr

gedenken.« (V. 12)

„Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe von den Toten

heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, unseren Herrn Jesus, der mache

euch in allem guten Werk bereit, seinen Willen zu tun, und schaffe in euch, was vor ihm

wohlgefällig ist“ (Hebräer 13,20+21)

Liebe Freunde, letztes mal haben wir uns Jesus als grossen Hohepriester und Mittler des neuen, viel besseren Bundes angeschaut. Wir haben gesehen, dass der Bund, den Gott durch Mose geschlossen hatte fehlerhaft war, da er nichts zu Vollendung bringen konnte. Der mosaische Bund konnte deshalb nichts zur Vollendung bringen, weil er nicht das Gute, sondern das Schlechte in den Menschen bewirkte. Er war als Zuchtmeister auf Christus hin gedacht, indem er das Sündhafte im Menschen offenbarte. Wir haben ebenfalls gesehen, dass durch die alljährlichen Opfer, welche die Sünden nicht wegnehmen konnten, jeweils eine Erinnerung an die Sünden stattfand und das Sündenbewusstsein des Volkes bestehen blieb. Nun sehen wir in Hebräer 8 Vers 12 dass Gott unter dem neuen Bund unserer Sünden nicht mehr gedenken will. Diese Aussage ist ein wichtiger Bestandteil der guten Nachricht! Ohne dieses Wissen ist die gute Nachricht, nicht so gut, wie sie eigentlich von Gott gedacht wäre. Weshalb?

1. Indem wir erkennen, dass Gott uns nicht mehr mit unserer Sündhaftigkeit sieht, hören wir auch auf, uns selber so zu sehen.

2. Indem wir erkennen, dass unser sündhaftes Wesen mit Christus gekreuzigt wurde und wir als eine neue Schöpfung mit ihm auferstanden sind; eine Schöpfung über welche die Sünde keine Macht mehr hat und aus der die Sünde entfernt wurde, erfahren wir, was es wirklich bedeutet „in Christus zu sein“. Du kannst nicht sagen „ich bin mit meiner Sündhaftigkeit in Christus“. Diese Aussage wäre in einem kompletten Widerspruch zu Gottes Heiligkeit, denn in Gott gibt es keine Sünde! Vielmehr sollen wir erkennen, dass „wie Christus ist, so sind wir in dieser Welt“! (1. Johannes 4,17)

Du bist in Christus und Christus ist in dir, weil er mit deinen Sünden ein für alle Mal abgeschlossen hat! Du bist jetzt, genau jetzt ohne Sünde. Nicht weil du nicht gesündigt hast, nicht weil du nicht mehr sündigst, sondern weil er alle deine Sünden (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) gesühnt und dir Anteil an seiner Fehlerlosigkeit und Vollkommenheit gegeben hat. So wie wir letztes mal gesehen haben:

„mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollendet“ (Hebräer 10:14).

Nun scheint dies vielleicht ein Widerspruch zu sein („geheiligt werden“ und „für immer vollendet“). Dennoch ist dies in meinen Augen keiner. Denn Tatsache ist: Wir sind für immer vollendet. Tatsache ist aber auch: Wir werden ihm kontinuierlich weiter gleichgestaltet (in sein Bild verwandelt). Das heisst, Gottes Leben und Wesen wird zunehmend in uns sichtbar.

Nun, weshalb ist es so wichtig, dass wir erkennen dass Gott unserer Sünden nicht mehr gedenkt? Wisst ihr was geschehen ist, als der Mensch seine erste Sünde beging? Er versteckte sich! Er versteckte sich vor Gott und schob die Sünde auf seine Mitmenschen oder auf äussere Umstände oder den Satan ab. Das heisst, sein Sündenbewusstsein und das damit verbundene Schuldgefühl machte die Sache nur noch schlimmer! Statt seine Sünde einzugestehen und zu Gott zurück zu kehren, versteckte sich der Mensch und verleugnete seine Fehler! Und weshalb? Weil er sich vor Gott fürchtete! Wenn du also meinst dass Gott eine Liste mit all deinen Sünden führt, wird dir das sehr schwierig machen zu Gott zu kommen. Da du ja meinst, dass er wütend auf dich ist oder dich verurteilt. Wenn du aber erkennst, dass er dich gar nicht mehr verurteilt, weil Jesus alle deine Sünden bereits gesühnt hat, macht dich dies frei zu ihm zu kommen. Und zwar mit fröhlicher Zuversicht, mit gutem Mut zu ihm zu kommen. Nicht in Erwartung von Strafe, Rüge oder etwas bösem sondern in Zuversicht dass er dir gutes geben will!

Deshalb heisst es auch in 1. Johannesbrief 4,18:

13 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Lasst uns gemeinsam den ganzen Abschnitt ansehen:

Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.

Deine Verbundenheit mit Gott hängt nicht von dir ab! Dein in ihm sein und in ihm bleiben hat nicht mit dir zu tun. Es ist ganz allein sein Werk! Du bleibst nicht in ihm weil du…… sondern weil er…..

14 Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. 15 Wer nun bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.

Hoppla, scheinbar ein Widerspruch? Nicht wenn wir uns in Erinnerung rufen dass:

a) Niemand Jesus den Herrn nennen kann, als nur im Heiligen Geist.“ (1. Korinther 12,3)

b) Wir den Heiligen Geist nicht durch Werke, sondern durch die Verkündigung vom Glauben empfangen haben (Galater 3,2)

c) Der Glaube ein Geschenk Gottes ist (Epheser 2,8)

16 Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Wie bleiben wir denn in seiner Liebe?

Auch hier wieder: Die Liebe Gottes ist ausgegossen worden in unsere Herzen, durch den Heiligen Geist der uns gegeben ist. (Römer 5,5)

Und wie wirkt sich das auf uns aus?

17 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Wir haben Freimütigkeit am Tag des Gerichts. Wir haben Freimütigkeit zum Eintritt ins Heiligtum (daher zu Gott). (Hebräer 10,19) 18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.

Liebe Freunde, Furcht hat mit Strafe zu tun. Und wer sich fürchtet ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wer aber vollkommen geworden ist in der Liebe, der hat Freimütigkeit am Tag des Gerichts. Das heisst, er fürchtet das Gericht nicht mehr, weil er weiss, dass „wie Christus ist, so sind wir in dieser Welt“. Du weisst also:

ich bin ohne Sünde in Christus,

ich bin angenommen in Christus,

ich bin gerecht gemacht in Christus,

Ich bin vollkommen gemacht in Christus,

Gott hat absolutes Wohlgefallen an mir dank Christus,

Gott sieht mich ohne Fehler und ohne Sünde dank Christus,

Gott hat absolut ganz und gar nichts gegen mich dank Christus!

Er hat nichts als gutes im Sinn mit mir, er hat „gute Gedanken“ über mir

Ich bin sein geliebter Sohn, seine geliebte Tochter an dem/der er Wohlgefallen hat

– dank Christus!

Liebe Freunde, das ist Güte! Das ist Gnade! Das ist Leben! Das ist es was dich zu Gott zieht! Das ist es was es dir leicht macht ihm zu vertrauen! Weil du weißt dass seine Sicht, seine Meinung über dich nicht von deinem Verhalten abhängig ist! Du rennst dann wie ein kleines Kind in die Arme deines liebevollen, himmlischen Vater! In Erwartung und im Wissen dass er es gut meint mit dir. Und was bringt das für Früchte hervor?

1. Christi Blut, reinigt dein Gewissen von toten Werken

„Wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne jede Schuld durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von den toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! (Hebräer 9,14)

Das heisst du musst dir dein Wohlgefallen bei Gott nicht mehr verdienen. Deine Werke entspringen nicht einem Bewusstsein des Mangels (an Liebe, Annahme, Vollmacht etc.) Sprich einem Denken von: Ich muss am morgen Bibel lesen und beten damit ich mit Gott verbunden bin (meinen inneren Garten pflege), Frucht bringe, besser/heiliger werde. Sondern deine Werke entspringen einem angekommen sein zur Fülle. Weil du weißt, dass Gott dir in Christus alles geschenkt hat, was zu einem gottesfürchtigen Leben nötig ist. (2. Petrus 1,3+4). Seine göttliche Natur in dir – welche nicht von dir abhängt – macht dich zu allem guten Werk bereit, seinen Willen zu tun, und schafft in dir was vor ihm wohlgefällig ist (Hebräer 13,21)

2. Der neue Bund gibt dir Freimütigkeit zum Eintritt in das Heiligtum (dh. Zu Gott) Er lässt dich auf deine Mitgläubigen achtgeben, dass du auch deine Glaubensgeschwister zur Liebe und zu guten Werken anspornst. Er bewirkt dass du deine Freunde ermahnst, die gemeinsamen Versammlungen nicht zu verpassen, weil du weißt dass es dir und ihnen gut tut und euch befähigt und freisetzt zu einem echten und guten Leben in Christus.

Weil wir nun durch das Blut Jesu das zuversichtliche Vertrauen zum Eintritt ins Heligtum haben, den er uns als einen neuen und lebendigen Weg durch den zerrissenen Vorhang, das heisst durch seinen Leib, bereitet hat, und einen grossen Priester über das Haus Gottes haben, so lasst uns mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens hinzugehen, besprengt in unseren Herzen, frei vom bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Lasst uns am Bekenntnis der Hoffnung festhalten und nicht wanken; denn er ist treu, der die Verheissung gegeben hat. Lasst uns aufeinander ahcten und uns zur Liebe und zu guten Werken anreizen, und unsere Versammlung nicht versäumen, wie es einige zu tun pflegn, sondern einander ermahnen; und das um so viel mehr, als ihr seht, dass sich der Tag nähert. (Hebräer 10,19-15)

 

 

Bild: https://www.google.ch/url?sa=i&rct=j&q=&esrc=s&source=images&cd=&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjen-aVoNvUAhXMEVAKHSp1CBEQjRwIBw&url=https%3A%2F%2Fescapetoreality.org%2F2012%2F04%2F19%2Ftop-12-new-covenant-verses%2F&psig=AFQjCNFbIvTF4HqvTxBLX4knKwl__w_bXw&ust=1498557583088586