(Der Inhalt wurde anlässlich der New Wine Church am 23. September 2017 gepredigt)

Liebe Freunde,

Was genau ist der Unterschied zwischen Christen und Nichtchristen? Ist es dass Christen nun ein Ticket für in den Himmel haben? Ist es dass Christen sich nicht betrinken und kein Sex vor der Ehe haben? Ist es dass Christen einfach alle lieb und gut sind und sich Nichtchristen gegenseitig fertig machen? Ist es dass Christen sich an einen „Gott“ halten können und sich Nichtchristen auf ihre eigene Kraft verlassen? Man kann viele mögliche Antworten auf diese Fragen finden.

Schauen wir uns mal an was zu Beginn der Menschheitsgeschichte passiert ist: Gott hat alles wunderbar für den Menschen geschaffen: Viele, viele Bäume mit leckeren Früchten von denen der Mensch soviel essen darf wie er will und kann. Lustige Tiere mit denen er spielen kann. Eine schöne Frau die er lieben und entdecken darf. Alles wunderbar, solange der Mensch in Gottes Willen blieb. Gottes Wille war dass der Mensch leben, sich vermehren, den Garten bewirtschaften und sich an seinem Gott freuen sollte. Gottes Wille war und ist das Beste was dem Menschen passieren kann. Die Bibel sagt, „jede gute Gabe kommt oben, vom Vater des Lichts in dem keine Veränderung noch Dunkelheit ist.“ Das heisst, Gottes Wille war lauter Leben, Liebe, Güte, Freude und Gnade über dem Menschen. All das, was wir heute jeden Tag in den Medien sehen und Gott dafür verantwortlich machen, war niemals Gottes Wille für uns! Er wollte nicht dass der Mensch sündigt und aus Gottes perfektem Wille falle. Es war niemals sein Wunsch oder sein Wille dass der Mensch Opfer der Sünde würde und sich und Gott Kummer bereite!

Dennoch: Weil Gott allwissend ist und das Ende vor dem Anfang sieht, hat er VOR Grundlegung der Welt, bereits den Ausweg für unser Dilemma gelegt. Die Bibel spricht vom göttlichen Geheimnis das vor Grundlegung der Welt gelegt war, nun aber zum Ende der Zeiten offenbart wurde. Wie ein Vater war es niemals sein Wunsch, dass sein Kind beim Fahrrad fahren stürzen würde. Weil er aber wusste, dass die Möglichkeit dazu bestand, hat er vor Grundlegung der Welt bereits Helm und Knieschoner für sein Kind bereitgelegt, damit, wenn es falle, es nicht zu schlimm falle. Damit der gefallen ist, nicht noch ganz verlassen werde.

Nun, zurück zum Thema:

Alle Menschen haben Gottes Herrlichkeit, sein perfekter Wille für uns Menschen verfehlt. Niemand von uns lebt derzeit in der Fülle dessen, was Gott für seine Kinder vorbereitet und geplant hat. Der einzige der dies in einem gewissen Mass tat, war Jesus. Ich sage hier bewusst „in einem gewissen Mass“. Denn es war zwar nötig, dass Jesus leiden und gekruzigt werden musste, doch steht die volle Offenbarung des göttlichen Willens für uns Menschen und für seinen Sohn erst noch aus. Der göttliche Wille für uns Menschen und für seinen Sohn ist, dass wir für immer bei ihm leben werden und er unser Gott und wir sein Volk sein sollen und kein Übel uns anrühren soll. Das ist Gottes perfekter Wunsch und Wille für jeden Menschen.

Nun, was ist also der Unterschied, zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen?

An den Gläubigen, das heisst an seinem Volk, wird sein perfekter Wille jetzt schon offenbart damit die Ungläubigen sehen, dass Gott ist und dass er gutes im Sinn hat mit uns Menschen. Als Jesus kam und uns Anteil gab an seinem Werk, das heisst: Im perfekten Willen Gottes zu bleiben – gab er uns Anteil am perfekten Willen Gottes. Er versetzte uns zurück in den perfekten Willen Gottes! Wenn wir in ihm bleiben (und das bleiben wir, aufgrund des heiligen Geistes der uns gegeben ist) dann bleiben wir auch in seiner Liebe, dann bleiben wir auch in seinem perfekten Willen. Dann muss uns auch alles zum guten dienen. Das heisst, wir (sein Volk) sind diejenigen an denen Gottes perfekter Wille jetzt schon offenbart wird, hier in diesem Leben; aber auch im zukünftigen.

Der Fakt dass es derzeit noch Krieg, Zank und Hader gibt, ist darauf zurückzuführen dass wir noch nicht alle in Gottes perfekten Willen für uns Menschen zurückgekehrt sind. Das können wir ja auch nicht, denn wir sind Erlösungsbedürftig. Wir erkennen jetzt zwar was gut und was Böse ist. Wir haben aber oft noch ein durcheinander von Wer Gut und wer Böse ist.

Anstatt so zu werden wie Gott, wurden wir wie Satan; anstatt die Wahrheit zu sehen wurden unsere Sinne verfinstert, sodass wir der Lüge glaubten. Das heisst, wir brauchen Jesus der uns die Augen öffnet (unsere Sinne erleuchtet) damit wir Gott so erkennen, wie er ist. Das ist es wenn die Bibel sagt: „in deinem Licht sehen wir das Licht“. Denn indem wir durch Jesus, Gott erkennen (und ihn ständig vor Augen haben), werden wir in sein Bild verwandelt. Der Mensch war wie Gott (in seinem Ebenbild) da er Gott (od. Gottes Herrlichkeit) beständig vor Augen hatte. Als er aber seinen Blick abwandte von dem der nur gutes im Sinn hatte mit ihm und seinen Blick auf den richtete, der ihm Schaden wollte – fiel er. Er fiel von seiner Position als Gottes Ebenbild, Gottes Verwalter auf Erden. Statt ein Botschafter Gottes und des Lebens war er nun ein Botschafter des Teufels und des Todes. Überall wo er hinkam verbreitete sich die Nachricht: „Achtung, der Mensch kommt, lasst uns schnell fliehen, denn er wird uns umbringen und uns das Fell über die Ohren ziehen (wortwörtlich)“ Nur die Bäume, die Armen, die konnten nicht fliehen vor der Zerstörungswut des Menschen.

Ich kann mir vorstellen dass die Bosheit des Menschen solche Auswüchse nehmen wird, dass sogar der Tod selbst vor uns fliehen wird (s. Buch der Offenbarung). Stellt euch das mal vor! Nicht einmal der Tod selbst will etwas mit uns zu tun haben! So erlösungsbedürftig ist oder wird die Menschheit in den letzten Tagen sein! Und das muss nichteinmal weit hergeholt werden: Wenn wir sehen was während des zweiten Weltkriegs in den Konzentrationslagern oder auch heute noch auf gewissen Teilen der Erde geschieht, so würde ich, wenn ich der Tod in Person wäre, sagen dass ich nichts mit diesen Gräueltaten zu tun haben möchte. Denn der Tod wäre ja eine Erlösung im Vergleich zu dem Leid, das verübt und ertragt werden muss.

Also noch einmal, Jesu Auftrag war nicht bloss das Halten der Gesetze des Mose. Es war, das Leben und Bleiben im vollkommenen Willen Gottes. Genauso ist das auch jetzt unser Auftrag: Wir sollen in seiner Liebe und seinem perfekten Willen bleiben; und wie tun wir das? Durch das standhafte beharren im Glauben und in der Liebe (Jesu). Das standhafte beharren in Jesus. Deshalb kämpfen wir auch den guten Kampf des Glaubens! Denn das Ziel Satans ist immer darauf ausgerichtet, uns aus dem Glauben an die Wahrheit zu ziehen. Und das tut er durch Verdrehung des Wortes.

Es war so bei Adam und Eva: aus nicht essen, wurde nicht berühren. Es war so bei Jesus: Aus geliebter Sohn wurde Sohn Gottes. Deshalb ist es so wichtig was Jesus sagt: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen!“ Und auch: Nur der ist wirklich frei, den der Sohn frei macht. Frei wovon? Von der zerstörerischen Macht der Sünde; von der Verführung, von der Macht des Bösen, der Lüge. Frei machen wozu? Zum Leben, zum herrschen, zum dienen, zum lieben, zum gutes tun, zum beten, zum Willen Gottes. Ein Atheist ist wörtlich genommen, jemand der Gottes Willen, Gottes Plan über seinem Leben annulliert. Jemand, der nicht in Gottes Willen für sein Leben leben will.

Aber seien wir ehrlich, wieso sollte sich jemand Gottes Willen widersetzen wenn er erkennt, wie gut, perfekt und vollkommen Gottes Wille für uns ist?!? Sich dem Willen Gottes widersetzen entspringt einer falschen Vorstellung davon, was Gottes Wille für uns, für unsere Familie und für unser Leben ist! Gottes Weg mag vielleicht nicht immer der angenehmste oder einfachste sein, aber es wird immer der nachhaltigste sein. Es wird immer der erfüllendste sein. Es wird immer der sein, der am Ende, die grösste Herrlichkeit mit sich bringt. Der, der am Ende versöhnt ist, mit sich selber, mit Gott, mit seinen Mitmenschen. Er mag vielleicht nicht immer das Lob der Menschen mit sich bringen, aber letzten Endes wird er das Lob Gottes erhalten. Und wenn wir erkennen, was es bedeutet, was für eine Ehre es ist (es sein wird) sein Lob von Gott zu erhalten – liebe Leute, dann verlangen wir nach nichts anderem als dem. Denn wir wissen ja, dass er uns mit seinem Sohn auch alles geben wird (gegeben hat).

Also, was ist der Unterschied zwischen jemandem der sein Vertrauen auf den Herrn setzt und jemandem der sein Vertrauen auf Götzen setzt, der auf sich selber vertraut?

Es ist ein grosser Unterschied. Der Unterschied ist der, wer sein Vertrauen auf Gott setzt, wer an Jesus Christus als Herr, Erlöser, Versorger, Führer, Lehrer, Heiler setzt, der lebt im sich offenbarenden perfekten Willen Gottes. Der ist auf dem Weg dass sich Gottes perfekter Wille im mehr in seinem Leben manifestiert und zeigt (offenbart). Er ist schon in Gottes perfektem Willen, in Christus. Aber es zeigt/offenbart sich nicht alles auf einmal; er ist zwar, von einem Moment auf den anderen, sobald er den Heiligen Geist empfangen hat, im perfekten Willen Gottes, doch dessen Auswirkungen, dessen Segnungen, die Frucht seines Wortes, seines Willens, zeigt sich immer mehr. Je mehr unser Leben in Einklang mit seinem Willen kommt. Eigentlich ist das im Einklang kommen unseres Lebens mit seinem Willen selbst, nichts anderes als eine Frucht seines perfekten Willens für uns.

Aber es kommt eben auch durch Erkenntnis seines Willens. Deshalb schreibt Paulus auch dass wir reich werden sollen in der Erkenntnis seines Willens für uns und der HOFFNUNG seiner Berufung in Christus Jesus! Was ist denn die Hoffnung seiner Berufung? Es ist die Hoffnung der Herrlichkeit! Die Hoffnung des absoluten offenbar sein seines perfekten Willens für uns! In der Herrlichkeit Gottes ist alles gut, alles perfekt. In Gottes Herrlichkeit gibt es kein Leid, kein Schmerz, nichts Böses, keine Sünde. Gottes Herrlichkeit ist das Paradies bzw. das Paradies ist Gottes Herrlichkeit. Aber es bleibt nicht dabei, wie es im Garten Eden war. Es heisst ja, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Wir befinden uns jetzt in diesem „zu“ in diesem Zustand. Im Zustand von einer Herrlichkeit zur nächsten. Denn die nächste Herrlichkeit die auf uns wartet, wenn unser Herr Jesus erscheinen wird ist grösser als die Herrlichkeit die hinter unserem Stammvater Adam liegt. Die vor uns liegende Herrlichkeit ist weitaus grösser als die Entbehrlichkeiten, welche wir in diesem Leben erfahren können. Deshalb heisst es auch: Wer auch immer diese Hoffnung hat, bewahrt sich selbst! Denn du jagst dem himmlischen Siegespreis nach, der göttlichen Berufung in Christus Jesus. Der Berufung dass er dein Gott und du sein Volk sein sollst. Dass sein perfekter Wille an dir offenbart wird. Damit alle Nationen erkennen, wie gut und wunderbar unser Gott ist.

Der uns nicht nach unseren Missetaten gibt, sondern nach seiner grossen Barmherzigkeit.

Mein Freund, wenn du etwas willst, dann dass Gottes Willen an dir offenbart wird. Gottes Wille für dich ist Leben und Hoffnung, sein Wille für dich ist dir eine Zukunft zu geben, wie du sie dir erhoffst! (Jeremia 29,11).

Na, wie ist das? Fällt es euch schwer Gottes Willen über eurer Leben anzunehmen wenn ir euch vor Augen wie gut er es mit euch meint? Auch wenn es jetzt noch nicht ganz offenbart ist, dass es noch mehr offenbart wird? Liebe Freunde, lasst nicht zu dass jemand den Samen des Wortes Gottes aus euren Herzen stehle. Lasst nicht zu, dass Zweifel euch eurer Berufung berauben! Lasst nicht zu, dass der Satan euch von eurer Berufung abbringt, indem ihr wiederum lügen glaubtet. Haltet fest was ihr habt. Haltet fest, an dem Wort das ihr gehört habt. Denn das Wort ist gewiss und aller Annahme Wert, dass Gott erschienen ist um die Sünder zu erretten! Gottes Wille für dich ist Leben und Herrlichkeit! Gottes Wille für dich ist nicht Krankheit, nicht Tod, nicht Schmerzen und Leiden. Auch wenn er aus solchen Umständen Gutes hervorbringen kann. Jesus ist gekommen um Gottes Willen zu tun. Er ist gekommen damit Gottes Herrschaft, sein Wille geschehe, wie im Himmel – so auch auf Erden! So auch unserem Leben! Nicht nur oben, sondern schon hier und jetzt! Gottes perfekter Wille geschehe in unserem Leben, wie im Himmel, so auf Erden; Amen!

Gottes Wille wird sich an dir offenbaren, wenn nicht zum Guten, dann zum schlechten. Nicht weil es sein Wille ist, sondern weil du der Wahrheit nicht geglaubt hast. Siehe die Güte und die Strenge Gottes, Gutes gegenüber denen die errettet werden, Strenge und Zorn aber gegenüber denen die sich seines Willens widersetzen. Wenn du Gottes guten Willen über dein Leben nicht annehmen willst, bleibt dir nichts anders übrig als dem Willen Satans überlassen zu sein. Dem Willen der Mächte der Finsternis des gegenwärtigen Zeitalters. Es gibt kein dazwischen. Es gibt kein, sich selbst überlassen sein. Gott meint es gut mit dir, aber wenn du das Licht nicht annehmen willst. Wenn du in der Finsternis bleiben willst, wird dir das Licht nichts nützen. Du musst ins Licht kommen. Du musst stark sein, die Wahrheit über dich und Gott sehen und anerkennen zu können; nämlich dass Gott gerecht ist und du nicht. Dass Gott gut ist und du nicht. Dass Gott Heilig und Vollkommen ist und du nicht. Aber auch dass er dich nicht so lassen will, sondern dass er dir deine Übertretungen bereitwillig vergibt und dir ein neues Leben geben will. Du musst Gottes Güte und Gnade über deinem Leben annehmen können. Und es ist seine Güte, die unser Hartes Herz bricht. Es ist seine Güte an der wir zerbrechen. Gottes Güte leitet uns zur Umkehr. Wenn du seine Güte erkennst kannst du nicht anders als weinen. Weil sie so herrlich unverdient ist. Weil sie so einfach und so bereitwillig für uns bereitliegt und fliesst dass du nicht anders kannst als darin zu ertrinken. Darin zu schwimmen; völlig darin aufzugehen, sie aufzusaugen wie ein Schwamm. Darum geht es im christlichen Leben; Gottes Liebe, Güte und Gnade jeden Tag neu einzunehmen. Jeden Tag voll sein von seinem Geist, von seiner Güte, von seiner Herrlichkeit. Und du hast Zugang zu dieser Gnade durch den Glauben an das Vollkommene Opfer Jesu.

Bild: http://www.charlesspecht.com/wp-content/uploads/2012/07/burger-king.jpg