Liebe Freunde,

SEX, LOVE UND KOINONIA

Klingt vielleicht nicht ganz so cool wie Sex, Drug’s and Rock ‘n’ Roll aber immerhin.

Ich komme jetzt mit einer etwas radikalen Aussage: Seid ihr bereit?

«Gott will die gleiche Tiefe und Intimität mit dir teilen, wie ein Ehepaar das miteinander Sex hat / Liebe macht!»

Ich behaupte sogar: Er will sogar noch eine tiefere Gemeinschaft mit dir teilen als du das jemals mit deinem Ehepartner haben wirst.

Wie viele von euch kennen die Stelle im Epheserbrief 5,31-32 wo Paulus sagt:

«Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein». Dieses Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.

Kennt ihr diesen Vers? Habt ihr auch schon von den Gleichnissen gehört oder gelesen wo Jesus als Bräutigam und die Gemeinde als seine Braut dargestellt wird?

Die solltet ihr unbedingt mal lesen. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich auch stark mal das Hohelied der Liebe von Salomo zu lesen.

Paulus sagt im Epheserbrief auch:

Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat,  (V.25)

Wenn ihr also eure Frauen (oder eure Männer) richtig lieben wollt, solltet ihr unbedingt mehr und mehr erkennen, wie Christus euch geliebt hat!

Also: Was ist das Wesen von Sex und Liebe?

Das Wesen von Sex und Liebe ist meines Erachtens, dass sich die beiden Partner voll und ganz einander hingeben. Wir haben es in obigen Vers gesehen: Wie Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat!

Die Bibel nennt diesen Vorgang einander «erkennen». Das heisst, wenn ein Mann und eine Frau miteinander schlafen «erkennen» sie einander auf eine Art und Weise wie es nur durch diesen Liebesakt, durch dieses gemeinsame Verschmelzen und Eins werden der Fall ist.

Das Hebräische Wort, welches in 1. Mose 4,1 dafür verwendet wird ist Yada.

Yada bedeutet praktisch, ich kenne jemanden nicht nur vom Hörensagen, ich kenne diese Person nicht nur von dem, was ich von ihr gesehen oder gehört habe, sondern ich kenne diese Person durch und durch. Ich erkenne, wie diese Person in der Tiefe ihres Wesens ist und fühlt.

Das heisst, ich erkenne die Person (und lasse mich selbst erkennen) genauso wie wir sind. Mit allen Schönheiten, aber auch mit allen Fehlern und Maken!

Wer kennt das nicht? Ein Blick, ein Lächeln des anderen kann es in dir Heiss und Kalt werden lassen. Es lässt deinen Puls hochschnellen und berauscht dich, als ob du soeben 3 Xannies eingeworfen hättest. Kennt ihr das? Wenn nicht, macht euch keine Sorgen! Überstürzt nichts, Gott hat schon alles geplant. Er ist soeben dran, dich und deinen zukünftigen Partner / deine zukünftige Partnerin auf euer gemeinsames Leben vorzubereiten. Entspann’ dich in diesem Prozess und vertraue darauf, dass er deinen Wunsch, dein Sehnen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen hat. Weil du weisst, dass Gott jemand absolut umwerfendes für dich bereithält, kannst du Nein zu vorübergehendem, kurzen Vergnügen sagen, bei welchem du weisst, dass es nicht Gottes Plan für dich ist. Und ich behaupte du erkennst, ob es wirklich von Gott vorgesehen ist, dass du mit dieser Person zusammen sein sollst oder ob es vielleicht nur deine Ungeduld ist!

Also, zurück zum Thema: Die Gegenwart des anderen berauscht dich, ohne dass er oder sie dich zwingend berühren muss. Du erkennst also: Liebe oder Anziehung ist auch etwas Metaphysisches; sprich etwas geistliches. Es geht also beim Sex nicht nur darum einen Schwanz rein und rauszustecken, sondern sich gemeinsam auf eine Gefühlsreise zu begeben. Gemeinsam die Höhen und Tiefen von Ekstase zu erleben. Gemeinsam die intensivsten und tiefsten Erlebnisse zu teilen.

Genauso geht es in der Verbindung mit Gott nicht nur darum dem Weihnachtsmann einen Brief mit seinen Weihnachtswünschen zu schreiben, sondern die Einheit mit ihm zu zelebrieren.

Lass’ dir das mal nicht nur durch den Kopf, sondern durch dein Herz und durch deinen ganzen Körper gehen: Du bist eins geworden mit Gott!

Du bist selber nicht Gott, aber du teilst seine Tiefe und seine Gefühle (seine Liebe) mit ihm!

Gott hat das vereint, was so gegensätzlich und damit unvereinbar scheint:

Geist und Fleisch, Göttlichkeit und Menschlichkeit!

Ich behaupte: Christen sollten die besten Liebhaber auf dieser Welt sein.

Wieso?

Erstens: Weil du die Quelle von Liebe in dir trägst.

Du trägst echte, wahrhaftige und göttliche Liebe in dir. Und wenn dein Partner das auch in sich trägt und sich dessen bewusst ist, werdet ihr gemeinsam die Breite, Tiefe, Länge, Höhe und Breite von Gottes Liebe erfahren – 4 Dimensional!

Ich behaupte auch, die Liebe zwischen Mann und Frau ist die höchste, stärkste und genauste Ausdrucksweise von Gottes Wesen das wir auf dieser Welt mit einem anderen Menschen erfahren werden.

Wenn du den geistlichen Aspekt beim Liebemachen ausser acht lässt, wirst du niemals die gleiche Tiefe und die gleiche Freude und Erfüllung beim Sex erfahren, den du haben könntest.

Um das zu können ist es jedoch essenziell, dass du gelernt hast, Gott, der Geist ist, zu lieben. Indem du lernst, Gott geistlich zu lieben! Also in seiner Liebe zu bleiben und die Einheit mit ihm zu geniessen. Wenn du das tust, lernst du wie du mit deinem Partner beim Liebemachen Himmel auf Erden erleben kannst.

Wisst ihr, dass das Gegenteil von Liebe nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit ist?

Ihr könnt nicht jemand anderem eure Liebe schenken, ohne ihm nicht auch gleichzeitig eure volle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Liebe lebt davon, dass man vollkommen präsent ist und den anderen wahrnimmt.

Seid euch deshalb bewusst, dass Gott euch zu jeder Zeit, seine volle Aufmerksamkeit schenkt. Er hört nicht nur mit einem Ohr hin und tippt nebenbei auf seinem Iphone weiter!

Nein, wenn ihr mit ihm redet hört er euch zu, als gäbe es auf dieser Welt nur euch zwei!

Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir lernen zu meditieren.

Dass wir lernen, in der Stille zu verharren und unsere Gedanken unsere Konzentration, unsere Aufmerksamkeit zu lenken.

Dieses Verhalten nennt man Achtsamkeit. Das heisst, sein Gegenüber und den Moment voll und ganz zu beachten, zu erleben und mit allen Sinnen aufzunehmen.

Im jetzigen Augenblick, absolut präsent zu sein. Es gibt im Grunde genommen nichts anderes. Die Vergangenheit war schon, und die Zukkunft ist noch nicht. Deshalb nennt man die beiden Räuber, die zur Linken und Rechten von Jesus auch gekreuzigt wurden «Gestern» und «Morgen». Wenn du seine Liebe, seine Gegenwart, seine Ekstase erleben willst, wenn du Himmel auf Erden erleben willst, gibt es kein gestern und kein morgen. Es gibt nur «Jetzt» «Heute noch, wirst du mit mir im Paradies sein».

Versucht es mal. Schenkt eurem Gegenüber eure volle Aufmerksamkeit und beobachtet, die Reaktionen in eurem Umfeld, ihr werdet erstaunt sein.

Also: Worum geht es eigentlich beim Liebemachen mit Gott oder mit seinem Partner?

Es geht darum, sich vollkommen zu öffnen!

Es geht darum, vollkommen transparent zu sein und sich aus seiner eigenen Beschränktheit auf die Verbundenheit und Abhängigkeit des anderen einzulassen.

Du lässt alle Hüllen fallen. Du bist ganz Mensch. Du bist ganz du; und doch mehr als NUR du.

Versteht ihr das etwas? Ich rate euch unbedingt, das nicht nur im Kopf aufzunehmen sondern Gott um Offenbarung zu bitten.

Wisst ihr woher das Wort «Penetration» kommt?

Penetration bedeutet im Grunde genommen etwas anderes voll und Ganz zu durchdringen!

Genau das ist es, was Gott mit dir vorhat; er will dich voll und ganz Penetrieren!

Liebe Leute, obwohl Jesus keine Frau hatte ist Gott absolut ganz und gar nicht Prüde!

Er ist es, der dieses wunderbare Geschenk so gestaltet hat, dass wir es geniessen und gemeinsam entdecken dürfen.

Damit dies aber in einem sicheren und «geordneten» Rahmen stattfinden kann, hat er die Form der Ehe etabliert. Die Ehe soll uns und unsere Nachkommen davor schützen, unkontrollierbaren Schaden anzurichten!

Sexualität ist wie ein Feuer. Feuer ist gut, wenn es im Ofen Wärme spendet. Aber Feuer ist absolut zerstörerisch, wenn es unkontrolliert den ganzen Wald verbrennt!

Deshalb ist es deine Verantwortung, deine Sexualität unter Gottes Herrschaft zu stellen!

Denn Sexualität ist dazu gedacht, Leben zu spenden!

Wenn Sexualität jedoch pervertiert wird, zerstört sie Leben!

Und mit Leben zerstören meine ich nicht nur Abtreibung oder so, sondern Leben als Ganzes.

Also auch Gefühle, Offenheit, Vertrauen, Hingabe etc.

Nun möchte ich noch ganz kurz eine kleine Wortstudie mit euch machen:

Erkennen, wie wir es bei Adam und Eva als «Liebe machen» «miteinander schlafen» «Sex haben» gelesen haben, ist im neuen Testament das griechische Wort «Gynosko»

Habt ihr gemerkt? In den letzten Predigten ging es immer wieder darum, zu erkennen!

Erkennen, was dir durch Christus und in Christus geschenkt wurde.

Nun wollen wir es aber nicht nur mit unserem Kopf erkennen, sondern so erkennen, wie wenn wir Sex haben! Mit allen unseren Sinnen, mit Leib und Seele!

Wenn ich mich nicht täusche, ist mit dem griechischen Wort Gynosko dasselbe gemeint, wie mit dem hebräischen Wort Yada.

Man findet es extrem viel im Johannes-Evanglium:

Johannes 14,7

Wenn ihr mich erkannt (gynosko) habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen (gynosko). Und von nun an kennt (gynosko) ihr ihn und habt ihn gesehen.

Johannes 17,3 vor:

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen (gynosko).

Johannes 6,69

und wir haben geglaubt und erkannt (gynosko): Du bist der Heilige Gottes.

Johannes 10,14

Ich bin der gute Hirte und kenne (gynosko) die Meinen und die Meinen kennen (gynosko) mich,

Johannes 14,31

Aber die Welt soll erkennen (gynosko), dass ich den Vater liebe und tue, wie mir der Vater geboten hat.

Und nun, gibt es ein drittes Wort, welches wir zusammen anschauen werden:

Es ist das griechische Wort Koinonia. Das griechische Wort Koinonia vereint meines Wissens, das was bei Yada/Gynosko erlebt wird. Koinonia ist das, was entsteht, wenn man einander «erkannt» hat. Es ist die Innigkeit und Gemeinschaft die man dadurch miteinander teilt.

Paulus verwendet es in

  1. Korinther 13,13

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft (Koinonia) des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

Philipper 3,10

Ihn möchte ich erkennen (gynosko) und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft (koinonia) seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden, damit ich gelange zur Auferstehung von den Toten.

Seht ihr? Hier werden beide Wörter, erkennen (gynosko) und Gemeinschaft (koinonia) in einem Satz gebraucht. Zu diesem Vers könnte man noch eine eigene Predigt halten, aber ich lasse euch das als «Hausaufgabe» um darüber mit Gott zusammen zu meditieren.

Das selbe Wort Koinonia wird auch in 1. Korinther 10,16 verwendet, wo Paulus das Abendmahl beschreibt:

Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft (koinonia) des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft (koinonia) des Leibes Christi?

Und somit kommen wir zum Schluss. Nämlich:

Wenn du das Abendmahl nimmst, wenn du die Kommunion nimmst, hast du Gemeinschaft (Koinonia) mit ihm. Das heisst, beim Abendmahl zelebrierst du genau diese Einheit mit ihm.

Beim Abendmahl kannst du die gleiche Gemeinschaft und Ekstase erfahren, wie beim Sex mit deiner Frau!

Entdecke es!