ECSTASY IN SUFFERING

Stellt euch vor: Ein Samstagabend wie heute in der New Wine Church, wir haben eine krasse Predigt gehört und liegen alle sturzhagelbetrunken im Geist rum. Plötzlich Sirenengeheul, Kastenwagen fahren auf, laute Stimmen und Männer mit Sturmhauben auf dem Kopf und Maschinengewehren in der Hand die ohne Vorwarnung das Mona Lisa stürmen und einen nach dem anderen festnehmen. Stundenlange Verhöre folgen, wir werden gefoltert, verspottet von den Wärtern und wie Tiere behandelt. Wenn du an diese, zum Glück noch fiktive Situation denkst – was passiert mit dir? Was würde in deinem Kopf abgehen wenn du die Wahl hättest:
Irdisches Leben ohne Jesus oder Kopfschuss mit Jesus?

Als ich Papa gefragt habe über was ich heute Abend predigen sollte war ich etwas ratlos. Klar: Grace und Glory passt immer. Die Vollkommenheit des Evangeliums und der neue Mensch sind auch wichtige Messages aber irgendwie sollte mich das Thema ganz persönlich herausfordern.
In den letzten Monaten hatte ich einige Träume, kein siebter Himmel oder Glory sondern die Situation verfolgt zu werden. Die Situation sich für oder gegen Gott zu stellen. Daddy zeigte mir meine grösste Angst auf, er konfrontierte mich regelmässig damit und ich realisierte:
Darüber muss ich predigen!

Nicht darüber dass wir leiden müssen oder sollen, sondern darüber was passiert wenn wir in eine Situation kommen wo es unumgänglich ist zu Leiden. Wo die Glory, die Trunkenheit in Papa in einer krassen Drucksituation herausbricht!
Eine Bibelstelle die mich enorm herausfordert und immer wieder brutal flasht ist die Stelle aus der Apostelgeschichte:

40 Man rief die Apostel wieder herein, ließ sie auspeitschen und verbot ihnen nochmals, unter Berufung auf den Namen Jesu ́in der Öffentlichkeit` zu
reden. Dann ließ man sie gehen.
41 Die Apostel ihrerseits verließen den Hohen Rat voll Freude darüber, dass Gott sie für würdig geachtet hatte, um des Namens Jesu willen Schmach und
Schande zu erleiden.
42 Unbeirrt lehrten sie auch weiterhin Tag für Tag im Tempel und in Privathäusern und verkündeten die gute Nachricht, dass Jesus der Messias
ist.

Was mich an der Botschaft der Bibel so fasziniert, bei der Vorbereitung auf diese Message sogar richtig „Drunken“ gemacht hat, ist die Radikalität. Die Botschaft Jesus ist eine Revolution unseres griechisch philosophisch geprägten Verstandes.

→ Wenn dir einer auf die rechte Backe schlägt halte auch die Linke Backe hin (Mt. 5,39)

→ Es gab unter ihnen auch niemand, der Not leiden musste. Denn ́wenn die Bedürfnisse es erforderten,` verkauften diejenigen, die ein Grundstück oder ein Haus besaßen, ihren Besitz und stellten den Erlös ́der Gemeinde` zur Verfügung (Apg 4,34 )

Aber was treibt Menschen an auf Ihre „Rechte“ zu verzichten, sich schlagen zu lassen, Besitz zu verkaufen um für andere zu sorgen und sich sogar darüber zu freuen für Jesus leiden zu dürfen?
Was ging in den Aposteln vor als Sie die von Jesus in Johannes 15 gesprochenen Worte hörten: „Hey ihr werdet für mich leiden, aber kein Problem der Heilige Geist kommt ja und er wird euch helfen.“ Ich glaube sie hatten keine Ahnung was Jesus ihnen überhaupt erzählen wollte. Und vermutlich hatte keiner von Ihnen irgendwelche positiven Assoziationen und Freude darauf im Namen Jesu Leiden zu dürfen.
Erst mit Pfingsten und der Ausgiessung des Heiligen Geistes in die Herzen der Apostel haben sie einen kleinen Bruchteil verstanden was Jesus kurz vor seinem Tod gemeint haben könnte:

1) ECSTASY OF SUFFERING – in the Spirit
Das Evangelium bedeutet Radikalität, radikale Veränderung, radikale Neuausrichtung unseres Verstandes. Es geht immer um Jesus, immer um seine radikale Liebe zu uns. Unsere ur-menschlichen Bedürfnisse nach Sicherheit, Frieden und Wohlstand werden Gottes radikaler Liebe untergeordnet.
Röm 8,18 Im Übrigen meine ich, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen, wenn wir an die Herrlichkeit denken, die Gott bald sichtbar machen und an der er uns teilhaben lassen wird.
Pfingsten hat nicht den Verstand der Apostel vernebelt sondern sie wurden zu völlig neuen Kreaturen. Nicht mehr „von dieser Welt“ und den Gesetzen der Welt unterworfen sondern „in dieser Welt“ und himmlische Wesen, ewig lebend, erfüllt mit der grössten Liebe, der besten und am längsten wirkenden Droge: dem heiligen Geist!

Sie fingen an crazy Dinge zu tun: Sie predigten in Sprachen die sie nie gelernt hatten, sie spazierten eine Strasse entlang und nur wenn ihr Schatten auf eine kranke Person fiel wurde sie augenblicklich geheilt. Fully drunken in the Spirit!

Und der Geist hat Ihnen eine tiefere Freude offenbart, die Freude am Leiden. In Apostelgeschichte, 5 Vers 41 steht:

41 Die Apostel ihrerseits verließen den Hohen Rat voll Freude darüber, dass Gott sie für würdig geachtet hatte, um des Namens Jesu willen Schmach und Schande zu erleiden.

Das Wort „voll Freude“ oder im griechischen „keine stille Freude oder die Erleichterung darüber eine Herausforderung chairo“ bezeichnet gemeistert zu haben sondern es ist eine laute Freude, ein Jubeln, ein
Ausdruck der Dankbarkeit wortwörtlich übersetzt sogar:

χαίρω -> „Gottes Gnade erfahren“

Die Apostel haben sich darüber gefreut leiden zu dürfen, so recht erfassen kann ich es mit meinem menschlichen Verstand nicht, dafür macht sich der Heilige Geist während ich diese Worte schreibe umso mehr bemerktbar, Drunkenness pur. Es ist so gut zu wissen dass der Heilige Geist präsent ist, immer – auch in Zeiten menschlicher Not oder Verfolgung. Jeder Schlag auf den Rücken, jede Demütigung, jede Art der Folter hat die Tiefe dieser inwendigen Gottesgnade verstärkt.

Ja, wir alle sehen mit unverhülltem Gesicht die Herrlichkeit des Herrn. Wir sehen sie wie in einem Spiegel, und indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen. Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn; sie ist das Werk seines Geistes.  (2. Korinther 3,18)

Im House of Wine am Mittwoch haben wir in Hebräer 12 den Unterschied zwischen dem Berg Sinai in Ägypten wo Gott sich als der Heilige, unnahbare Gott offenbarte und dem Berg Zion wo wir alle Zugang haben durch Papas Retterliebe angeschaut. Paulus erwähnt in diesem Vers dass wir „mit
unverhülltem Gesicht“ Gottes Herrlichkeit sehen dürfen. 2. Mose.

Im Gegensatz zu Mose der von Gott den Auftrag bekommen hat 34,29-35 sein Gesicht zu verhüllen sehen wir die Herrlichkeit Gottes unverhüllt, wir können Gottes Gesicht sehen. Jeder Peitschenhieb, jede ausgestossene Drohung hat in den Jüngern ekstatische Reaktionen ausgelöst, der Geist hat Ihnen gezeigt wer sie wirklich sind, keine Sklaven oder Leibeigene sondern sie selbst sind göttliche Wesen, Erben des Christus, Träger seiner Herrlichkeit. In jeder herausfordernden Lebenssituation, in jeder Situation der Verfolgung und Demütigung offenbart sich die Gegenwart unseres himmlischen Papas noch stärker. Unser Fokus löst sich von der irdischen Realität und wir sehen in eine andere Herrlichkeit, die pure Herrlichkeit Gottes, Pure Ecstasy of
Suffering.

Wir realisieren dass nichts, aber auch gar nichts uns von der Herrlichkeit Gottes trennen kann. Alles was die Menschen uns antun, tun sie gleichzeitig auch Daddy an. Wenn Sie uns verfolgen dann verfolgen sie auch ihn. Weil der Vater und wir sind eins. Es ist das Geheimnis: Christus in uns ist die
Hoffnung der Herrlichkeit.

2) ECSTASY OF SUFFERING – in us
Dreimal habe ich deswegen zum Herrn gebetet ́und ihn angefleht, der Satansengel` möge von mir ablassen. 9 Doch der Herr hat zu mir gesagt: »Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.«[5] Daher will ich nun mit größter Freude und mehr als alles andere meine Schwachheiten rühmen, weil dann die Kraft von Christus in mir wohnt. 10 Ja, ich kann es von ganzem Herzen akzeptieren, dass ich wegen Christus mit Schwachheiten leben und Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen und Bedrängnisse ertragen muss.

Denn gerade dann, wenn ich schwach bin, bin ich stark.
2. Korinther 12,8-10

Mehr als Papas Gnade brauchen wir nicht. Und in unserer Schwachheit, den Situationen wo wir nicht mehr weiterwissen, da zeigt uns Papa wie wir von der Kraft des Christus uns nähren können. Die Situation kurz vor dem Bungeesprung, oder beim Fahren ohne gültigem Ticket löst einen Adrenalinschub aus, aber habt ihr schon mal einen „Christus-Kraft-Schub erlebt?“ HAHA, Glory pur, wenn die Kraft des Christus in uns ausgeschüttet wird dann können wir nicht mehr ruhig auf unseren Stühlen und Bänken sitzen. Diese Kraft will wirken und unser Umfeld verändern. Aus der Schwachheit, in der Situation des grössten persönlichen Drucks wird die Kraft des Christus aktiviert.

„Gerade wenn ich schwach bin, bin ich stark“ sagt Paulus. Weil die Kraft nicht aus uns Menschen geboren ist sondern ein Teil des riesigen Geheimnisses ist dass Christus in uns lebt. Alles was wir haben, alles was wir sind ist CHRISTUS, es gibt für uns als seine Söhne und Töchter keine andere Realität mehr als die Realität des Kreuzes, die Realität des Heiligen Geistes! Die Christuskraft macht süchtig, immer mehr kann ich die Apostel verstehen was die Ihnen angefügten Leiden und Schmerzen in ihnen bewirkt haben. Sie haben erlebt was es heisst gefüllt zu sein mit Heiligem Geist, Wohnung zu sein für den Heiligen Geist und die geballte Power dieser Christuskraft. Cmon, ich will mehr davon, mehr Glory und weniger ICH-Bezug! UNSERE SCHWACHHEIT IST DER ORT WO XTC OF LOVE BEGINNT.

12 Liebe Freunde, wundert euch nicht über die Nöte, die wie ein Feuersturm über euch hereingebrochen sind und durch die euer Glaube auf die Probe gestellt wird; denkt nicht, dass euch damit etwas Ungewöhnliches zustößt. 13 Freut euch vielmehr, dass ihr auf diese Weise an den Leiden
teilhabt, die Christus durchmachen musste; denn dann werdet ihr, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheint, erst recht von Freude und Jubel erfüllt sein. 14 Ja, wenn ihr beschimpft werdet, weil ihr zu Christus gehört und nach seinem Namen genannt seid, seid ihr glücklich zu preisen; denn
gerade dann ruht der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, auf euch.
(1. Petrus 4,12-14)

Jedem Leiden, jeder Druck dem wir ausgesetzt sind ist ein Bild von dem was unser himmlischer Daddy für uns durchgemacht hat. Verfolgung und Beschimpfungen sind ein echtes Zeichen dass wir voll Heiligem Geist sind.
Wahrheit führt immer zu Opposition. Das vollständige Evangelium der Gnade, der ewige Tod des alten Menschen, diese Botschaft kann der Feind nicht ausstehen.

In diesem hoffnungslosen Kampf versucht er alles um unser Leben zur Hölle auf Erden zu machen, er versucht uns vielleicht sogar das Leben zu nehmen. Was für ein aussichtsloser Kampf – wie kann er etwas töten was bereits vor 2000 Jahren durch den Siegesschrei am Kreuz für alle Ewigkeit getötet worden ist?
Die Apostel hatten allen Grund die Leiden zu geniessen, zu wissen dass Papa mit Ihnen zusammen leidet, dass er persönlich jede Träne und jede Not abwischen würde und Sie die GLORY Gottes jeden Augenblick erfahren
durften.

Was ist deine Sehnsucht? Was bewirkt die Kraft des Christus in dir bereits? Das neue Testament ist auch eine Geschichte der Leiden(schaft) für Jesus. Niemals ist es eine Botschaft der Selbstkasteiung oder purem Sadomasochismus. Jedes Leiden hatte einen höheren Sinn, tiefer in das Geheimnis des Christus einzudringen. Tiefer an seinem Schmerz und vor allem an seiner Glory teilhaben zu können. Leiden setzen Druck auf, wir können uns in der Situation der Verfolgung nicht auf Menschen verlassen, sondern auf die Christus-Kraft in uns. Der Heilige Geist der unsere Gedanken immer mehr mit seiner Glory infiziert, uns zeigt wer wir in den Augen unseres Daddys wirklich sind. HALLELUJAH